Akademiker-Arbeitslosigkeit gesunken: Neue IAB-Studie

Mrz 3, 2013 von

Wer sich vor Arbeitslosigkeit schützen möchte, sollte in seine Bildung investieren. Diese These ist nicht neu, doch eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kann sie erneut mit überzeugenden Daten und Fakten untermauern. Wer eine gute Berufsausbildung hat oder über eine gute universitäre Bildung verfügt, der wird weniger häufig arbeitslos als andere Arbeitnehmer, die nur schlecht ausgebildet sind oder über keinen Abschluss verfügen. Besonders interessant ist gegenwärtig die Berufsperspektive der Studenten: Wer jetzt deutsche Hochschulen oder Universitäten für seine Ausbildung nutzt, der bekommt bald einen guten Job und braucht sich um Arbeitslosigkeit nur wenig Gedanken zu machen.

Arbeitslosigkeit und Berufsausbildung

Akademiker-Arbeitslosigkeit sinkt

Die Akademiker-Arbeitslosigkeit sank in den letzten Jahren.
(Bild: derateru / pixelio.de)

Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland für Akademiker in den letzten sechs Jahren deutlich gesunken. Statt 3,5 Prozent wie im Jahr 2006 wurden im Jahr 2011 nur noch 2,4 Prozent der Akademiker als arbeitslos registriert. Diese sehr niedrige Zahl reicht bei den Experten für Wirtschaft aus, von einer Vollbeschäftigung bei Akademikern zu sprechen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unzureichend ausgebildete Deutsche stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Statistisch gesehen ist heute fast jeder fünfte Unqualifizierte ist ohne Arbeit.

Insgesamt sank die Arbeitslosigkeit aller deutschen Arbeitsnehmer im Beobachtungszeitraum und erreichte mit einer Gesamtquote 7,1 Prozent vorerst ihren niedrigsten Stand. Damit wird klar, dass für Unqualifizierte eine sehr hohe Arbeitslosenquote festgestellt werden kann.

Akademiker-Arbeitslosigkeit hinsichtlich Geschlecht und Region

Unterschiede bei der Arbeitslosenquote können immer noch zwischen Ost- und West in Deutschland festgestellt werden. Generell ist die Arbeitslosigkeit bei allen Gruppen im Osten höher, bei den beruflich Qualifizierten ist dieser Unterschied aber nur gering. Weniger stark ausgeprägt ist die Differenz zwischen den Geschlechtern, wenn man die Arbeitslosenstatistik betrachtet. Beruflich gut ausgebildete Frauen haben nahezu die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt wie ihre männlichen Kollegen, wenn auch die Bezahlung oft noch etwas niedriger liegt.

Das Ergebnis der IAB-Studie gibt es hier: http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb0413.pdf

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